FAQ des christlichen Glaubens





Wer war Jesus und warum ist diese Frage so wichtig?

Jesus war ein Zimmermann, er wurde irgendwann um das Jahr Null geboren und wurde mit Mitte dreißig zum Tod durch Kreuzigung verurteilt. In den Jahren davor zog er als "Wanderprediger" durch das heutige Israel und predigte dort vielen Menschen die frohe Botschaft vom kommenden Reich Gottes. Seine Lehren fanden viele Anhänger und einige außergewöhnliche Ereignisse haben sich in seiner Gegenwart abgespielt. Soweit die historische Realität, die besser abgesichert ist, als das Leben vieler anderer wichtiger Persönlichkeiten der Geschichte.
Was macht nun die Frage, wer Jesus war, so brisant? Die Existenz Jesus zur damaligen Zeit wird heute nur noch von sehr wenigen Menschen ernsthaft bezweifelt, oft wird behauptet, er sei ein Visionär, ein Lehrer gewesen, einer der mit seinen Lehren seiner Zeit weit voraus war (und auch unserer heute noch immer weit voraus ist). Und genau hier liegt die Brisanz, Jesus selbst hat nämlich nichts dergleichen gesagt - er wollte nie nur als "Lehrer" betrachtet werden. Er hat den Menschen klipp und klar gesagt, dass er Gottes Sohn sei - gekommen, um die Menschen zu erlösen, indem er ihre Schuld von ihnen nähme und um ihnen Vergebung zu bringen.
Diese Behauptung lässt leider keinen Raum für irgendwelche "er war ein guter Mensch" Ausreden - zumal Jesus selbst gesagt hat, dass man für oder gegen ihn sein kann, aber Neutralität ist nicht möglich, dazu Matthäus 12,30:

Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.

Es steht uns also nur offen, ihn als das zu akzeptieren, was er zu sein behauptete, oder ihn gänzlich abzulehnen. Nun könnte man immer noch sagen: "Interessiert mich nicht." Das ist richtig - er behauptet aber weiterhin, dass sich an der Entscheidung für oder gegen ihn auch unsere Zukunft über dieses Leben hinaus entscheidet. Und da die meisten Menschen etwas von jener Ewigkeit spüren und gewissermaßen wissen, dass es etwas gibt, das größer ist, als ihre eigene Existenz, zeigt überdeutlich: die Frage nach Jesus ist wichtig - wenn nicht sogar die wichtigste Frage überhaupt. Wir wünschen dir, dass du auf diese Frage deine ganz persönliche Antwort findest - nur vergiss nicht, wenn du dich nicht für eine Seite entscheidest, so hast du bereits gewählt.

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Warum brauche ich Jesus?

Du brauchst Jesus aus demselben Grund, warum ihn auch jeder andere Mensch braucht, weil Gott in seiner Bestandsaufnahme im Bezug auf die Menschheit ein vernichtendes Urteil gefällt hat - Römer 3,12.23:

Alle haben den rechten Weg verlassen. Niemand ist da, der Gutes tut, nicht einer.
Alle sind schuldig geworden und haben die Herrlichkeit verloren, in der Gott den Menschen ursprünglich geschaffen hatte.


Wenn du dir jetzt auf den Schlips getreten vorkommst, dann bedenke, dass wir das nicht aus Bosheit sagen - und nicht nur im Bezug auf dich, sondern im selben Maße für uns selbst - wir können wahrscheinlich alle mindestens eine Hand voll Leute aufzählen, die in unseren Augen alle deutlich "schlechter" sind als wir selbst. Das taugt aber nichts, denn gemessen an einem perfekten Idealbild werden wir ziemlich dumm dastehen. Das besondere an diesem Urteil ist nun, dass neben der "Diagnose" auch gleich eine Lösung mitgeliefert wurde - Römer 3,24:

Ganz unverdient, aus reiner Gnade, lässt Gott die Menschen vor seinem Urteil als gerecht bestehen - aufgrund der Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist.

Und das ist der Grund, warum du ihn brauchst - zumindest, wenn du vor Gott bestehen können willst. Durch Jesus wird dir von Gott die Erlösung angeboten - Erlösung von der Schuld in deinem Leben (wenn du meinst, da gäbe es keine, dann befrage einmal dein Gewissen nach allem was in den letzten Jahren so schief gelaufen ist - wir sind sicher, du wirst etwas finden - genau wie wir).
Selbstverständlich bleibt es dir überlassen, ob du die Diagnose und die Lösung annehmen möchtest, wie bei einer Krankheit können wir mit dem was der "Arzt" uns sagt verschieden umgehen - wir können seine Aussagen und Anweisungen verdrängen, wir können ihnen Folge leisten, wir können uns eine zweite Meinung einholen, uns einreden, dass er keine Ahnung hat ... wir sind sicher, diese Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen. Unabhängig davon - die Wahrheit können wir nur heraus finden, wenn wir uns mit der Diagnose und den Lösungsvorschlägen auseinander setzen - und dazu wollen wir dich einladen.

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Wer ist ein Christ?

Diese Frage ist schwierig zu beantworten, denn ob jemand Christ ist, kann nur derjenige selbst oder Gott entscheiden. Aber auch hier gilt, Unwissenheit schützt nicht - von sich zu behaupten Christ zu sein, reicht nicht. Auch wenn wir Gefahr laufen, das Ganze zu vereinfachen, wird dieser Sachverhalt doch durch eine Bibelstelle sehr gut auf den Punkt gebracht - Römer 10,9:

Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und mit deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet werden.

Dieser eine Vers enthält unserer Meinung nach alle wesentlichen Elemente: Christ sein setzt ein Bekenntnis voraus, das zu Jesus als Herrn - dies ist mehr als ein Lippenbekenntnis, es ist eine Lebensweise, die bestimmt, wie wir mit unseren Mitmenschen und mit Gott umgehen (was nicht heißen soll, dass ein Christ "perfekt" ist - wichtig ist, wie man mit seinen "Fehlern" umgeht). Das zweite ist der Glaube, auch dies bedarf der Erläuterung: es ist keine simples, verstandesmäßiges Glauben, wie etwa das an wissenschaftliche Fakten. Dieser Glaube ist eine Herzensangelegenheit und entspricht mehr einer freudigen Gewissheit, die auch das umfasst, was Jesus Tod und Auferstehung bedeutet, nämlich die nötige Erlösung von unserer Schuld und die Aussicht auf ein Leben mit ihm über unseren Tod hinaus.

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Wie wird man Christ?

Man wird Christ, indem man sich bekehrt. Wie schon bei der vorherigen Frage klingt dies jedoch einfacher, als es ist. Es erweckt den Anschein, dass es sich bei der Bekehrung um ein völlig selbstbestimmtes Ereignis ohne jede Fremdeinwirkung handelt. Dies ist jedoch nicht der Fall - vielleicht hast du in deinem Leben schon einmal Dinge gesagt wie "das kann ich nicht glauben" - und dabei ging es wahrscheinlich um ein verstandesmäßiges Glauben. Der Glaube, der zur Bekehrung führt kommt jedoch nicht aus dem Verstand, sondern aus dem Herzen (vgl. dazu auch die vorherige Frage).
Die Bekehrung ist in unseren Augen eher ein Prozess als ein "Event" (obwohl auch das gelegentlich vorkommt), auch hierzu möchten wir dir einen Bibelvers mit auf den Weg geben - Johannes 6,44:

Nur die können zu mir kommen, die der Vater, der mich gesandt hat, zu mir führt.

Gottes Angebot, ihn kennen zu lernen, gilt allen Menschen und dieses Angebot kann auch jeder annehmen, dennoch wird er sich an Gott wenden müssen und sich seiner Führung anvertrauen, um zum "rechten" Glauben zu gelangen. Das mag jetzt zunächst beängstigend klingen, aber denkt man eine Weile darüber nach, so ist es doch beruhigend zu wissen, dass wir diesen Schritt nicht selbst vollziehen (und somit auch nicht daran scheitern können); zudem wird daran auch sehr deutlich, worauf es beim Glauben ankommt, nämlich nicht etwa auf irgendwelche tollen Werke, sondern auf das Vertrauen zu Gott. Wer mit aufrichtigem Herzen zu ihm kommt, den wird er auch zu sich ziehen (Joh 6,37). Eines möchten wir dir in dieser Hinsicht noch mit auf den Weg geben: hab Geduld - grundlegende Veränderungen erfolgen meist nicht von heute auf morgen.

Gott segne, behüte und führe dich.

Wenn du möchtest, kannst du auch gerne Kontakt zu uns aufnehmen - wir haben ein offenes Ohr für deine Fragen und Anliegen.

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Das beantwortet meine Fragen überhaupt nicht!

Das tut uns natürlich leid. Wir möchten dir daher verschiedene Möglichkeiten anbieten, diesen Missstand zu beheben: zum einen empfehlen wir dir das Buch "Fragen" von Werner Gitt, es enthält fast 60 Fragen rund um den christlichen Glauben und kann kostenlos beim CLV-Verlag heruntergeladen werden (zur Verlagsseite und dem Buch). Vergleichbar im Umfang ist das Heft "Ihre Fragen Gottes Antwort", das kostenlos vom Missionswerk Heukelbach bezogen werden kann. (Informationen zu den Anbietern findest du unter Und Nun?/Sonstiges). Und schließlich kannst du deine Fragen auch direkt an uns schicken - wir werden versuchen, sie so schnell wie möglich zu beantworten.

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